Tage 6 und 7... Sa/So 19/20.Mai 2018

 

Die Nacht über dem Schafstall war... unruhig - denn es war kalt und die Schafe haben die ganze Nacht hindurch geblöckt. Es war nicht einfach da zu schlafen, doch irgendwann wurde es hell und zur großen Freude aller sah es nicht nach Regen aus. Nach einigen kleineren Reparaturen an den diversen Fahrrädern und einem gemächlichen Aufbruch ging es dann um halb zwölf Richtung Tamsweg los - bergab! In Tamsweg der übliche Einkauf, dieses Mal jedoch für 2 Tage, denn in der Gegend haben alle Geschäfte in den kleineren Orten ab Mittag geschlossen.

 

Irgendwie haben wir alles auf die Räder gepackt und sind aus Tamsweg direkt entlang der viel wasserführenden Mur am wunderschönen Murtalradweg, entlang von Blumenwiesen die es  bei uns im Innviertel so gar nicht mehr gibt, bis nach Stadl an der Mur geradelt und auch gerollt, bei angenehmen Rückenwind. Unser Ziel war Kaltwasser, ca. 9km von Stadl entfernt an der Straße nach Flattniz und ca. 250 Höhenmeter weiter oben. Da dort keine Häuser sind haben wir uns in Stadl erkundigt und auch die Wasserflaschen angefüllt. Dabei haben uns die Leute, bei denen wir Flaschen gefüllt haben bei den Grundbesitzern angerufen und wir haben ein Ok bekommen dort oben zu zelten und auch Feuer zum Kochen zu machen.

 

Doch es kam anders, denn die Schnellen, die vorangefahren sind, haben die alten Hubschrauberlandeplätze nicht gefunden und sind einfach weitergefahren... Naja... 4km hinter Kaltwasser hat es dann der flugs improvisierte Botendienst geschafft, das wir wieder alle zusammengefunden hatten. In dem Tal funktionieren keine Mobiltelefone und der Botendienst waren Autofahrer, die wir angehalten und gebeten haben, diese oder jene Nachricht an die da oben oder den da unten mitzuteilen. Es funktioniert tadellos und auch wenn vermutlich niemand der involvierten Botenfahrer das jemals lesen wird - Danke dafür!

 

Also gut - wir sind statt 9 fast 13km weit ins Tal gekommen und statt250 knapp 350 Höhenmetert hinaufgeradelt und wir haben alle Plätze, die wir unten im Tal erfragt haben hinter uns gelassen. Doch was solls, auch auf einem Holzlagerplatz neben der Straße lässt sich ein Zeltlager mit Lagerfeuer - und versehen mit dem Ok eines gerade zufällig vorbeifahrenden Jägers - einrichten... Wir haben also die Zelte aufgestellt, gezündelt, gekocht und dann auch viel gesungen... und der Tag ging - bis auf einen kleinen Regenschauer irgendwann am frühen Nachmittag - trocken zu Ende.

 

Doch - man ahnt es schon - in der Früh auf den Pfingstsonntag setze leichter Nieselregen ein und nun waren auch die Zelte nass- abgesehen davon das es wieder einmal kalt war, 10°C, auf 1300m mit Wind und Regen sind wahrlich kein Sommerwetter. Also Lagerabbau, ab nach Kärnten auf die andere Bachseite doch es wurde nicht wärmer. In Flattniz wurde aus dem Wasserflaschenauffüllen bei einem Wirtshaus ein Pommes und Bernerwürstel-Gelage, der ungarische Kellner hat den Einfall von 17 nassen, lauten und ziemlich chaotisch organisierten Radelfahrern mit Gelassenheit und Improvisationstalent bravourös gemeistert und wir sind 1 Stunde später gesättigt und aufgewärmt zur langen Abfahrt von Flattniz nach Glödnitz aufgebrochen.

 

Diese Abfahrt führt von ca. 1430m auf 800m, es hätte also eine schöne Sauserei sein können, wenn....wenn nicht ein heftiger Wolkenbruch losgegangen wäre als wir alle da hinuntergesaust sind und wir somit alle wieder einmal klitschnass geworden sind. Da es vor allem Spritzwasser war waren vor allem die Schuhe nass - und die Füße kalt.

 

Aber egal, Feldkirchen war nur noch 23km entfernt und so ging es weiter zur Bundesstraße B93 und die noch kleine, aber viel Wasser führende Gurk hinauf. Die Oldtimer-Traktorfahrer, die am Vormittag am Zeltplatz an uns vorbeigetuckert sind waren auf der Rückfahrt und wir haben uns wieder fröhlich winkend gegrüßt...

 

Am Scheitel der Strecke nach Feldkirchen noch ein paar kurze Infos, wie das ist wenn man schnell eine Hauptstraße hinunterradelt und dann gings los mit der 2. großen Abfahrt des Tages. Wir waren so recht schnell in Feldkirchen um dann zur Diakonie in Waier zu fahren, wo wir Dank Danielas Schwester für 2 Nächte bleiben dürfen.

 

Heute, am Pfingstmontag wurde Wäsche gewaschen, viel Gitarre gespielt, der Volleyball kurzerhand als Fußball verwendet, die diversen Patschen, Bremsen und andere Radl Wehwehchen repariert, fast alle sind an einen nahegelegenen Badesee geradelt und haben Volleyball gespielt, am Abend wird gegrillt... alles sehr entspannt und faul... und wenn alles gut geht sind wir in 3 Tagen bei Monfalcone am Meer, denn auch wenn die Jugendlichen erstaunt geschaut haben - wenn uns kein größeres technisches Problem bremst sind nun 70km am Tag eine leicht erradelbare Entfernung...

 

Noch eine kleine Anmerkung: ich schreibe mit Absicht keine Erlebnisse in diesen Text, denn das sind die Geschichten der Mitreisenden und ich kann die nicht schon vorab erzählen....

 

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Termine

 

Vortrag "Das Neue wagen - für die Welt, in der wir leben wollen! 

Referentin: Mag. Magret Rasfeld

 

Datum: 22.10.2018

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